TOURENBERICHT B 3

B 3 Tour


 

B3  Tour

 


Es war Sommer !


Ja den gab`s im Jahr 2008,

schon im Winter wollte ich mal was anderes machen als immer nur auf der Autobahn

fahren um Freunde zu besuchen.


Am liebsten einmal die Route 66 runter fahren. Das wäre doch was oder?......


Nee doch nicht- zu teuer und zu umständlich.


Aber vielleicht die Bundesstraße 66, hat doch auch was oder ?


Nee doch nicht- die ist bloß 40,3Km lang, da bin ich ja am Abend wieder zu Hause,

ich brauch doch URLAUB !


Also muss eine lange Bundesstraße her !


Wikipedia weiß fast alles, die längste Bundesstraße in Deutschland ist die B2,

die fängt aber in Stettin an und ist als Startpunkt zu weit weg.


Die zweit längste ist die B3 und die beginnt schon in Buxtehude, das ist,

von Wilhelmshaven aus, kein Problem.


Also hab ich angefangen zu planen, ich hatte gerade " Long way round "

auf DVD gesehen und begann ein Roadbook zu schreiben.


Okay, das war nicht mehr als eine Ansammlung von Wegbeschreibungen, Karten,

Hotelreservierungen und Telefonnummern, aber das Ding hat sich bewährt.


Schon beim Planen fiel mir auf wie viele Freunde in der Nähe der B3 wohnen und alle

wollten gerne, das ich wenigstens eine Nacht bei ihnen bleibe.

Das hab ich dann auch getan.


Die meisten  Motorradfahrer, denen ich von meinem Plan erzählt habe, haben mir

davon abgeraten,..

du versaust dir deinen Urlaub......das wird eh nichts ....man kann doch nicht

tagelang nur dem gelben Schild B3 folgen, usw....

Anfang August war es dann soweit, alles gepackt, Kutte übergeworfen und ab dafür.


Die erste Etappe ging bis zum Anfang der B3 bei Buxtehude und dann schon rauf auf

die Bundesstrasse in Richtung Celle.

 

Richtung Buxtehude

 

 

 

 

Schon beim ersten Stück B3 hatte ich ein gutes Gefühl, man kann sich auch nicht

wirklich verfahren, einfach dem kleinen gelben Schild folgen, ist ja auch nicht schwer.


Bei bestem Wetter bin ich am frühen Nachmittag in Celle angekommen und habe im

Hotel eingecheckt.


Dann erst mal die historische Innenstadt angeschaut und noch das Museum

im Schloss besucht- das war übrigens der Stammsitz der Welfen.

 

Schloß Celle

 

 

 

 

Heute ist in der anderen Hälfte des Schlosses bezeichnenderweise eine

Manager Schule, wahrscheinlich damit sich die Schüler gleich an das entsprechende

Ambiente gewöhnen. Mir soll´s egal sein...

Am nächsten Tag eine lange Etappe bis nach Fritzlar.

 

Fritzlar

 

 

 

 

Aber erst mal wieder auf der B3, die Straße gleitet so dahin bis Hannover, dann durch

Hannover durch und dicht hinter Hannover die erste Rast an der Marien Burg -

wunderschön anzusehen und sehr geschichtsträchtig.

 

Marienburg

 

 

 

 

Von hieraus weiter bis Kassel, das Teilstück der B3 zwischen Hanmünden und

Kassel ist meines Erachtens das schönste Stück B3 überhaupt, es führt fast die ganze

Zeit  an der Fulda lang.


Von Kassel aus habe ich mir einen Abstecher  bis Fritzlar erlaubt,

zum eine wegen der historischen Altstadt, zum anderen wohnt ein Freund von mir

in der Nähe, bei dem ich auch übernachtet habe.
 

Dritter Tag, weiter geht`s bis Gießen.

 

 Fetzberg Gießen

 

 

 

Hier bin ich geboren und aufgewachsen, deshalb habe ich mich auch nicht lang mit

der schönen Umgebung aufgehalten, sondern bin gleich zu einem Freund gefahren bei

dem es nicht nur gute geistliche Gespräche gab, sondern auch den besonders guten

Apfelwein, für den Hessen ja bekannt ist, und klar ich hab bei ihm übernachtet.


Etappe vier ging dann nicht soweit, über Bad Nauheim, Friedberg und Selters -

" ja da kommt das gute Wasser her "- bis Frankfurt a. M.

 

Frankfurt/a. M.

 

 

 

 

Die Zeil und Sachsenhausen unsicher zu machen hat, nach so langer Zeit  wieder Spaß

gemacht und klar der Apfelwein schmeckt immer noch.

 

Frankfurt/a. M. - Zeil

 

 

 

 

Wieder gut ausgeschlafen war die Strecke nach Heidelberg kein Problem, wenn man

davon absieht das südlich von Frankfurt auf der B3 " gefühlt " alle 500 Meter

eine Ampel steht.

 

Heidelberg ist nach wie vor wunderschön aber total von Touristen überlaufen,

deshalb hat mir mein Freund aus Heidelberg mal einen Stadtteil gezeigt,

den nicht alle Touristen zu sehen bekommen: " Handschuhsheim " sehr alt und schön.

 

Handschuhsheim

 

 

 

 

Aber noch beeindruckender war, obwohl seine Frau gerade erst ihre Tochter zur Welt

gebracht hat, wollten die Beiden, das ich bei  ihnen übernachte.

Ich fühle mich bis heute sehr geehrt.

 

So langsam merkte ich, das auf dieser Tour nicht nur sehr schöne Strecken liegen,

und viele Freunde von mir wohnen,

sondern das ich eine, für mich neue Form der Entspannung gefunden habe.

Die einzige Sorge auf dieser Reise war, " wo bekomme ich eine Halb- Literflasche

Cola her, der ganze Liter passt nicht in die Satteltaschen. "

 

So entspannt ging´s nun Richtung Karlsruhe. Ja - da hab ich auch bei einem Freund

übernachtet - aber nicht bei ihm zu Hause, sondern auf einen Balkon

des C. V J. M. Heims.

Ich durfte ihm ein wenig bei einer Kinderfreizeit helfen, die er geleitet hat,

und abends haben wir dann noch ein Konzert für die Mitarbeiter gegeben, so geht das

wenn man mal zusammen in einer Band gespielt hat, und wegen der großen Hitze

habe wir dann auf dem überdachten Balkon geschlafen.

 

Mitarbeiter in Karlsruhe

 

 

 

 

Die jungen Leute dort haben mich echt begeistert.

 

Bei immer noch bestem Wetter ging´s nun noch nach Freiburg, die Landschaft hatte

sich in der Zwischenzeit stark verändert und wurde immer bergiger aber nur rechts

und links, die B3 selber verläuft im Tal.

 

Freiburg im Breisgau

 

 

 

 

Kaum hatte ich im Hotel eingescheckt, zogen dicke Regenwolken auf, die kurze Zeit

später dann auch für ordentlich Regen sorgten. Egal- ich hatte ein tolles Hotelzimmer

und in den Kirchen und Museen die ich sehen wollte, war es trocken.

 

Das wunderschöne Hotelzimmer hab ich dann noch einen zweiten Tag behalten

und bin bei strahlendem Sonnenschein, ohne Gepäck noch die letzte Etappe

bis Basel gefahren.

 

Basel Grenze

 

 

 

 

Obwohl meine Karte behauptet hat, das die B3 schon in Lörrach endet, verläuft sie

doch bis an die Schweizer Grenze in Basel .

Basel

 

 

 

 

Den Rückweg habe ich dann mit nur einer Übernachtung über die Autobahn

angetreten.

 

Die Prophezeiungen so manches Motorradfahrers haben sich nicht erfüllt.

 

Es war eine meiner schönsten Touren, und die einzige, bei der ich nicht durch Regen

fahren musste.

 

Ohne Gottvertrauen hätte ich mich nie getraut so eine Tour zu unternehmen.

 

Manchmal muss man was wagen um etwas zu erleben,

und trotzdem ist es schon etwas besonderes,

wenn man sich von Gott behütet weiß, und erleben darf,

das man auch auf solchen Touren niemals alleine ist.

 


Haltet euch tapfer

 

Christhard




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