TOURENBERICHT B 6

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B 6 Tour

 

 

Die B3 Tour war geschafft.

Allen Freunden habe ich die Bilder gezeigt selbst denen die nicht Motorrad fahren.

Okay, den einen oder anderen habe ich anschließend wieder auf wecken müssen,

aber egal.

Ich fand die Tour genial.

 

Und dann kam der Winter, die Zeit in der ich nur selten Motorrad fahre.

Sehnsucht machte sich breit, ich wollte wieder eine Bundesstraße herunter fahren !

 

Aber welche ?

 

In meinen Arbeitspausen habe ich mich dann an meinen PC gesetzt und

herumgegoogelt und bald stand die Entscheidung, die B6 soll es werden.

-Ja- die ist nicht solang wie die B3 aber sie führt immerhin von Bremerhaven

bis nach Görlitz und die Strecke ist sehr schön.

 

Doch vor der Tour kommt immer die Planung.-

 

Ich geb`s offen zu, das Zusammenstellen meines Roadbooks ist immer schon

ein Stück Urlaub.

 

Vorfreude ist eben auch eine Freude.

 

Erstmal festlegen, wo ich alles Übernachten will.

Haupt Kriterium ist für mich:

Gibt es in der Stadt auch was zusehen: Museen, Burgen, Historische-Innenstädte

u.s.w., und natürlich wohnen Freunde oder Verwandte in der Nähe.

 

Den Rückweg sollte man natürlich nicht vergessen, da hat man noch mal die Chance

einen schönen Schlenker durch Deutschland zu machen.

 

Bald standen meine Übernachtungsstädte fest und ich habe mir günstige Hotels

rausgesucht.

Bis auf Aschersleben, da hat meine Schwester mir ein ganz tolles Hotel besorgt !

 

Für jede Stadt gibt es grundsätzlich drei Zettel in meinem Roadbook

1.) Anfahrt zum Hotel

2.) Hotelreservierung

3.) Museen und Dinge die ich sehen will

So, das alles kommt jetzt mit einer guten Straßenkarte in eine Mappe und fertig ist

das "Roadbook".

Zu guter letzt hat meine Tochter noch das Roadbook mit einem dicken Edding

verziert.

 

Ende Juli 2009 war es dann so weit, Satteltaschen gepackt, Biker-Bibeln in die

Werkzeugtasche, Kutte über gezogen und los ging´s.

 

Bei durchwachsenem Wetter bin ich erst mal nach Bremerhaven gefahren,

um zu meiner Überraschung festzustellen, das die B6 noch ein ganzes Stück

nördlich von Bremerhaven anfängt.

Was tun ?

Ich war mir bewusst das ich mich später ärgern würde wenn ich nicht ehrlichen

Herzens behaupten kann, das ich die ganze B6 abgefahren bin.

Also was soll´s, bin ich eben noch das ganze Stück nach Norden gefahren

und dann wieder zurück-.

 

Von da aus Richtung Bremen.

 

Bremen die schönste Baustelle an der Weser.

 

Ich sage nur Umleitung......

und dann unter einer Autobahnbrücke eine grüne Ampel, so was sieht man

als Biker gerne, aber was ist das, nach ca. 20 Metern gleich noch eine Ampel

und die ist Rot-.....

Vollbremsung....., gerade noch geschafft und als ich zum stehen komme,

schießt ein Auto quer an meinem Vorderreifen vorbei !

" Jetzt wo ich darüber schreibe, spüre ich das Adrenalin wieder "

Den Unfall hätte ich nicht überlebt !!

Wie gut das Gott immer auf mich aufpasst !

An dieser Stelle mal ganz offiziell " DANKE " GOTT !

 

Erste Übernachtung war dann in Nienburg !

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nach dem Einchecken im Hotel erstmals in die Innenstadt, die ist nämlich sehenswert

und in der Fußgängerzone habe ich mir dann was zu essen gesucht.

Schon auf dem Hinweg fiel mir ein ziemlich lauter und ebenso betrunkener

Obdachloser auf, der mich auf dem Rückweg, auf meine Kutte ansprach

und mir versuchte klar zu machen, das mich wegen dem Bibel-Biker Aufnäher,

alle Leute anstarren würden.

Ich habe ihm dann erklärt das das genau meine Absicht ist und

ich kein Problem damit habe mich für Jesus auch mal anstarren zu lassen.

 

Am nächsten Tag bin ich früh aufgestanden den die Etappe war lang.

 

Ich bin geradewegs durch Hannover gekommen und habe mir auf dem Marktplatz

in Hildesheim

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einen Cappuccino zum zweiten Frühstück gegönnt, dann führt die B6 durch Goslar

ein Stück durch den Harz.

 

Zum Mittagessen habe ich dann in Quedlinburg halt gemacht .

Leider habe ich dabei meinen Fotoapparat in der Satteltasche vergessen,

deshalb hier kein Foto.

 

Jetzt musste ich nur noch bis nach Welfsleben zu meiner Schwester und

am Abend bin ich dann nach Aschersleben gefahren,

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habe im Hotel eingecheckt und mir noch eine Gastwirtschaft gesucht,

um mir das wohl verdiente Feierraben Bier zu gönnen.

Das abendliche Feierabendbier macht mir bei meinen Touren immer viel Spaß,

weil man dabei ganz von alleine Land und Leute kennenlernt und auch viel

von Jesus erzählen kann.

 

Tags drauf bekam ich, von meiner Schwester, eine Spezialführung

durch Aschersleben.

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Super spannend, und es hat richtig Spaß gemacht mal wieder einen Tag

mit meiner Schwester zu verbringen.

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Am Nachmittag haben wir uns dann noch ein Eis gegönnt und ich bin jemanden

aus der Kneipe von gestern begegnet.

Meine Schwester konnte es nicht glauben wie schnell man als Bibelbiker

Leute kennen lernt.

 

Aber nun wieder auf die B6, Richtung Dresden.

 

Zuerst durch das wunderschöne Halle und dann durch Leipzig,

und da war sie wieder, die "Umleitung" und im Osten ist das noch" viel schöner", 

da geht man davon aus , das alle ortskundig sind. Für B6 Fahrer hat man da kein Herz.

Ich bin einfach den Umleitungs-Schildern gefolgt und stand irgendwann

auf einem Feldweg, irgendwo zwischen den Auen der Unbarmherzigen

und den Bergen der Erbarmungslosen.

Also wieder zurück und mich durchgefragt, aber die Leipziger kennen ihre Stadt

auch nicht sonderlich, es hat echt gedauert, bis ich jemanden gefunden habe,

der wusste wo es lang geht.

 

Kaum aus Leipzig draußen, noch eine Umleitung die ihrerseits in eine Baustelle

mit Umleitung mündete und ich stand, nach zwei Minuten Fahrzeit wieder

vor dem ersten Umleitungs-Schild ich bin also im Kreis geleitet worden,

echt witzig !

 

Irgendwann bin ich dann in Dresden angekommen,

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hab im Hotel eingecheckt und hab´s sogar noch geschafft

mir die Rüstkammer im Schloss anzuschauen (sehr sehenswert).

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Aber dann war`s für den Tag auch gut, und ich hab mir mein wohlverdientes

Feierabend-Bier gesucht,

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das Augustiner- ist nur zu empfehlen. Wie immer bin ich auch da wieder mit Leuten

ins Gespräch gekommen und hab Bibeln weitergegeben.

 

Und schon war er da der letzte Tag auf der B 6.

 

Frühmorgens bin ich losgefahren aber das Wetter hat nicht mitgespielt,

ich bin die ganze Zeit vor dem Regen her gefahren.

Eigentlich wollte ich mir Görlitz anschauen, aber mit dem Wetter im Genick

bin ich durchgefahren bis zur Polnischen Grenze.

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Ein echter Fehler, denn Görlitz soll sehr schön sein.

Aber dafür war ich wieder früh in Dresden und konnte mir noch den Zwinger ansehen,

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danach wollte ich noch in´s Verkehrsmuseum,  das wollte in 30 Minuten zumachen,

aber anstatt mich raus zuwerfen hat mich die nette Kassiererin kostenlos

rein gelassen, wenn ich im Erdgeschoss bleiben würde. Was ich dann auch tat.

 

Am nächsten Tag habe ich mich auf den Rückweg gemacht und mir noch einen

Wunsch erfüllt.

Ich wollte immer schon mal nach Magdeburg.

Also rauf, auf die Autobahn und ab dafür.

Auf der Suche nach dem Hotel bin ich irgendwo in eine Demo geraten und musste

ein bisschen herum Gurken. Zum Schluss hab ich dann einfach einen Polizisten

gefragt, der auf die Demonstranten aufgepasst hat.

Der lies mich durch, denn es waren keine zehn Meter mehr zu meinen Hotel

(der war echt gut drauf).

 

Der Umweg über Magdeburg hat sich gelohnt.

 

Schon beim Frühstück im Hotel, trug ich wie immer meine Kutte, als ich meine Bibel

gelesen habe. Die Aufnäher müssen einer Frau so gefallen haben,

das sie mir auf  die Schulter getippt hat und wünschte mir, kurz und knapp,

Gottes Segen. Danke ! Das hat gut getan.

Ich habe mir dann noch die Innenstadt angesehen mit Dom

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und Hundertwasserhaus,

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aber am meisten hat mich das Kloster an der Waloner Kirche beeindruckt.

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Martin Luther hat dort ein Wochenende lang gepredigt

und die Mönche haben daraufhin ihr Kloster aufgelöst (säkularisiert).

 

So kann Gott Menschen verändern !

 

Die Sehnsucht nach meiner Frau hat mich dann am letzten Tag

über die Autobahn fliegen lassen,

biss ich endlich wieder, glücklich und zufrieden, daheim war.

 

Euer Chisthard

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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