B2 Tour

B2 Tour

Diese Tour hatte ich wirklich schon lange vorher im Auge,
Sie war mir aber immer zu lang.
Anfang 2014 hab ich dann angefangen das Ganze genauer durchzuplanen .
Diese Tour sollte noch länger werden als meine geliebte B3 Tour.

Immerhin führt die B2 von Stettin bis Innsbruck,also ein mal quer durch die Republik
und ich muss erst mal von Wilhelmshaven bis nach Stettin fahren um überhaupt mit der B2 anfangen zu können …...
und das zieht sich ganz schön . Ca. 620 Km .

Und was mache ich wenn`s an meinen Anreisetag regnet ?
Die Lösung war einfach, ich hab die Anreisetour halbiert und eine Nacht in Wismar eingeplant.

Wer die anderen Tourenberichte gelesen hat, weiß längst wie ich diese Touren plane.

Anfang August 2014 ging´s los bei bestem Wetter rauf auf die Autobahn und ab nach Wismar.
Ich hatte dasselbe Hotel gebucht wie bei der Coast to Coast Tour und mich auch schon auf das schöne Zimmer direkt am Hafen gefreut.

 

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Aber nixda, am Hotel angekommen, hab ich an der Tür geklingelt aber keiner meldet sich ,kann ja mal vor kommen , schon bald gesellte sich ein älterer Herr zu mir und dann öffnete sich die Tür.
Die Besitzerin schob mich beiseite und zog den älteren Herrn hinein. Ich solle noch ein wenig warten und die Tür schloss sich wieder. Eine halbe Stunde später kam sie dann wieder heraus und gab mir Zwanzig Euro und die Adresse von einem anderen Hotel in dem sie mir ein Zimmer reserviert habe . Das Geld sei die Differenz zu ihrem Zimmerpreis.
Meine schriftliche Reservierungs-bestätigung half mir gar nichts.
Ich wollte nicht unhöflich werden, immer hin hatte ich die Bibel-Biker-Kutte an.
Also bin ich zu dem anderen Hotel gefahren .
Ich traute meinen Augen nicht... ein Vier Sterne Hotel mitten in der Innenstadt .Wow.....

Kurz eingecheckt, die zwanzig Euro mehr auf den Tresen gelegt, mein Motorrad abgestellt und ab aufs Zimmer.....
Zu früh gefreut, das Zimmer war kein normales Hotelzimmer, sondern ein Gästezimmer für Besucher der Angestellten. Der Putz war nicht mehr ganz vollständig auf den Wänden und die Tür schloss nicht richtig. Mist …....  

Ich hab mich dann damit getröstet, das ich ja ein Vier Sterne Frühstück bekomme und habe mir noch einmal die Innenstadt von Wismar angesehen.

 

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Am Abend und am nächsten Morgen ,beim vier Sterne Frühstück,  hatte ich noch ein langes Gespräch mit einer Religionslehrerin die auch im Hotel übernachtete.
…... Ich frage mich warum Menschen ,die den Glauben an sich ablehnen ,unbedingt Religion unterrichten wollen?

Weiter ging es, immer auf der Autobahn, nach Penkum an der polnischen Grenze .
Ein schönes Städtchen mit dem letzten Pommerschen Schloss auf deutscher Seite .

 

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Das Museum war sehr interessant ,man hatte das Gefühl,
hier wurde einfach alles, was alt ist hineingestellt .
Absolut frei von jeder Museumspädagogik .
Und vielleicht hat mir gerade das gefallen.  Man konnte ständig was Neues entdecken.

 

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Am nächsten Morgen ging ´s an die polnische Grenze und dann immer geradeaus, 

 

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dem gelben B2 Schild folgend, einmal querdurch Berlin ,bis Potsdam.

 

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Das Hotel in Potsdam war wunderschön ein altes Prinzen Schloss aus Preußischer Zeit,direkt gegenüber vom Brandenburgertor.

 

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Ich habe mich beim Vorbereiten gewundert das die Zimmer so günstig waren ?
Jetzt wurde mir alles klar, eine große Baustelle direkt  neben meinem Zimmer .
Aber ich hatte Glück, die Bauarbeiter haben erst angefangen als ich längst beim Frühstück war.
In Potsdam habe ich endlich abgeschaltet und den Urlaub so richtig genossen.
Museum, Stadtschloss, Fußgängerzone, und am Abend Biergarten.

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Die nächst Etappe führte mich nach Wittenberg.
Die B2 ist in gutem Zustand und gleitet sanft dahin,... einfach klasse .
Für mich war Wittenberg ein absolutes Muss ….Ich habe am 31 Oktober Geburtstag.
Und was glaubt ihr, wo ich übernachten durfte.... Ja im Albrecht-Dürer-Haus .
Ein uraltes Gebäude ,größtenteils Museum, aber unterm Dach haben die zwei Ferienwohnungen, und ich durfte in einer Übernachten.

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So ein bisschen kam ich mir vor, wie in dem Film „Nachts im Museum.“
Der Bibel Biker im Albrecht-Dürer-Haus.....einfach unbezahlbar .
Wegen Renovierung waren leider alle Kirchen geschlossen,
das Luther Jahr warf seine Schatten voraus.
Das Wetter war hervorragen, und so hab ich einfach die Stadt erkundet.

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Einen Tag später ging´s dann nach Gera,
die Stadt hab ich nur aus gewählt weil sie geografisch günstig liegt,
aber was es in Gera zusehen gibt wusste ich nicht.....und es gibt nicht viel zu sehen .
Die übliche Fußgängerzone und das einzige Museum hatte zu.

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Die Stadt scheint irgendwie untertunnelt zu sein „die Historischen Höhler“.
Das sind Tunnel in denen man Bier gelagert hat.
Aber auch die konnte ich nicht besichtigen.

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Den Abend habe ich dann in einer Rockkneipe verbracht und wieder viele gute Gespräch gehabt.

Weiter nach Nürnberg.
Das Wetter verschlechterte sich je weiter ich nach Süden kam.
Aber es blieb bis Nürnberg trocken.

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Ich war schon ein mal in Nürnberg, auf der B4 Tour, diesmal  hab ich mir das Spielzeugmuseum raus gesucht und mit Hilfe des Audioguides wurde das richtig informativ:
„Kinder spielen in dem sie das Spielzeug, in ihrer Fantasie, zum Leben erwecken“
….stimmt ; war bei mir auch so !

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danach noch ein leckeres handgemachtes Bier im weltberühmten Barfüßer
und schon ist der Biker zufrieden.

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Am nächsten Morgen, vorletzte Etappe, bis München.
Regenwetter, immer wieder kleine Schauer und es wurde kalt, richtig kalt,
so was versaut einem die schönste Straße.
In München habe ich mich dann auch noch ordentlich verfahren.
Zum Glück hat mir ein Taxifahrer den Weg zu meinem Hotel erklärt, sonst würde ich immer noch durch die Münchner Innenstadt irren .

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So hatte ich noch Zeit für einen Stadtbummel und ein gutes Bier im Hofbrauhaus.

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Ich hatte mir für München extra zwei Tage mehr eingeplant.
Am ersten Tag bin ich die restliche B2 abgefahren,
während meine Frau zuhause an der Nordsee große Hitze ertragen musste,hatte ich Mitte August,
in München nicht mal zehn Grad, der kälteste August den München wohl je gesehen hat .
Egal -  ab durch den Regen bis an die Österreichische Grenze.

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Den Rückweg nach München bin ich dann über die Autobahn gefahren und  es klarte so weit auf, das ich wenigstens einen Blick auf die Alpen erhaschen konnte.

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Wieder in München angekommen, hab ich mich auf den Viktualienmarkt gesetzt und mich mit einem älteren  Bayern unterhalten, ….die meiste Zeit habe ich mir Untertitel gewünscht obwohl mein gegenüber sich sehr viel Mühe gab Hochdeutsch zu reden.

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Mein letzter Tag im München war ausschließlich dem Deutschen Museum gewidmet.
Das ist mal ein Museum nach meinem Geschmack. Riesengroß,
da gibt es nichts was die nicht ausstellen und es gibt zu jedem Thema eine eigene Abteilung.

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Mitten in der Computerabteilung sprach mich ein Mann auf Englisch an,
sein Sohn arbeite in München und es gehe ihm nicht gut,
ob wir gemeinsam für ihn beten könnten ?
Der Sohn kam auch noch dazu und nachdem wir uns unterhalten hatten,
haben wir dann, trotz meiner geringen Englisch Kenntnisse, mitten im Museum gemeinsam gebetet.

Christen können immer und überall beten!

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Ich habe mir dann noch weiter das Museum angesehen,
aber nach ca. acht Stunden war ich am Ende., das Museum hat mich geschafft.

Also ab ins Hotel und erst mal eine Runde ausruhen.
Morgens hatte ich gesehen, das in einer Seitenstraße eine
Bühne und Bierstände aufgebaut wurden .
Straßenfest.... genau mein Ding.
Also nach dem Ausruhen  zum Straßenfest.
Die Straße war mittlerweile auf beiden Seiten abgesperrt und Besucher wurden durchsucht,
Nur ich, mit meiner Bibel-Biker-Kutte, nicht.
Schon OK dachte ich ,..erst mal ein gutes Bier ..
die Musik war gut und viele Besucher tanzten.....
Super Party …..aber irgendwie fiel mir auf,
das da ziemlich viele Frauen mit Frauen tanzten und
viele Männer mit Männern knutschten,
und noch bevor ich meine Gedanken richtig ordnen konnte,
sprach mich eine Frau an...... „Na was hältst du ,
als Bibel-Biker, vom größten Schwulen und Lesben-Fest in Süddeutschland“ ?
Ups....  und noch bevor ich zu einer richtigen Antwort ausholen konnte, kam aus ihrer Richtung schon die ganze Palette an humanistischen Erlösungs-Theorien …..
Mann müsse ja nur ein guter Mensch sein... Niemandem Unrecht tun....Immer nett sein.....
keine Tiere essen und so weiter.
Mir lief schon fast Blut aus dem Ohr.
Zum Glück musste die Frau dann doch mal Luftholen
und ich habe ihr zwei Dinge geantwortet :
1. In den Himmel kommen nicht die Guten und Tollen
sondern nur Erlöste und bekehrte Sünder
2.  mein Bier ist alle, ich brauch dringen noch eins.
Nach dieser Party war meine B 2 Tour zu Ende.
Auf dem Heimweg habe ich noch  Freunde besucht,
so musste ich nicht den ganzen Weg,
von München nach Wilhelmshaven, in einem Stück fahren .
Bei bestem Wetter bin ich dann erschöpft aber glücklich wieder Zuhause angekommen.
Eins war mir klar die nächste Tour wird kürzer.

Haltet euch tapfer
Christard

 

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